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Der 11. Christian-Wagner-Preis geht an Lutz Seiler Seit 1992 wird alle zwei Jahre der renommierte Christian-Wagner-Preis vergeben. Die Jury aus fünf Literaturwissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern, (Barbara Wiedemann – Tübingen, Ute Oelmann – Stuttgart, Jürgen Engler – Berlin, Irene Ferchl - Stuttgart, Ulrich von Bülow – Marbach) hat ihre diesjährige Entscheidung für die Vergabe des Preises getroffen und begründet sie wie folgt: Den elften Christian Wagner Preis erhält 2012 der Lyriker und Erzähler Lutz Seiler (geb. 8.6.1963 in Gera). Ausgezeichnet wird ein lyrisches und erzählerisches Werk von großer sprachlicher Präzision und Musikalität. Sinnliche Wahrnehmung und Reflexion, Landschaft und Sprache, Natur und Geschichte sind in seinen Gedichten unauflöslich verbunden zu einem ganz eigenen lyrischen Idiom, einem „felderlatein“ , das sich durch einen unverkennbaren „wortgeruch“ auszeichnet. Christian Wagners „siegreiche Wahrnehmungsfähigkeit“ (Peter Handke) grundiert auch Seilers Werk, Gedicht wie Erzählung, doch ist sie auf eine andere Welt und ein anderes Ich gerichtet, skeptisch und eher ortlos, aber sprach- und erinnerungsbegabt. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird von der Berthold Leibinger Stiftung und der Wüstenrot Stiftung gefördert. Die Preisverleihung findet am Samstag, 10. November, um 17.00 Uhr im Theater im Spitalhof in Leonberg statt. Die Laudatio hält die Berliner Literaturwissenschaftlerin Sibylle Cramer. Am Sonntag, 11. November, um 11.15 Uhr liest der Preisträger im Christian-Wagner-Haus in Warmbronn. Die bisherigen Preisträger waren Richard Leising 1992, Tuvia Rübner 1994, Johannes Kühn 1996, Karl Mickel 1998, Friederike Mayröcker 2000, Michael Donhauser 2002, Dorothea Grünzweig 2004, Oswald Egger 2006, Wulf Kirsten 2008, Helga M. Novak 2010. |