Anwesend: 16 Personen
Tagesordnung
1. Genehmigung des Protokolls der JM-Versammlung 2010
(Veröffentlichung auf der Website): Das Protokoll wird einstimmig angenommen.
2. Wahl des Protokollführers: Inge Deuse übernimmt das
Protokoll.
3. Tätigkeitsbericht des Vorstandes
Dr. Kollmann begrüßt die Mitglieder zur 39. Mitgliederversammlung und weist auf das im kommenden Jahr anstehende 40. Jubiläum der Gründung der Christian-Wagner Gesellschaft hin.
a) Entwicklung der Gesellschaft
Die Mitgliederzahl beträgt unverändert 285 Personen: 4 Todesfälle, 3 Austritte, 7 neue Mitglieder.
b) Christian-Wagner-Haus / -Garten / -Pfad / Führungen / Archiv
Es sind 11 Besuchsgruppen geführt worden, auf dem Pfad haben 3 Führungen stattgefunden. Hinzu kommt die einmal jährlich von der Stadt Leonberg organisierte Führung, die 2012 am 6. Mai stattfinden soll. Der hinter dem Haus liegende außergewöhnlich schöne Bauerngarten erntet stets große Bewunderung. Für die aufwändige Pflege wird Frau Kollmann ein besonderer Dank ausgesprochen. Notwendige Reparaturen am Haus sind im Auftrag der Stadt Leonberg durchgeführt worden, einen ausdrücklichen Dank für die gute Zusammenarbeit spricht Dr. Kollmann dem Hausmeister aus. Im nächsten Jahr steht die Erneuerung des Zaunes an.
c) Veranstaltungen im Berichtsjahr
Dr. Kollmann gibt einen Überblick über das zurückliegende Veranstaltungsprogramm und äußert seine Zufriedenheit über die gute Resonanz.
Er erinnert daran, dass die Veranstaltung mit Thomas Rosenlöcher im nächsten Jahr nachgeholt wird.
d) Die Tagung »›...möglichste Schonung alles Lebendigen ...‹ Natur in Dichtung und Philosophie«.
Für die Organisation der Tagung, die einen Höhepunkt im Veranstaltungsprogramm darstellte, spricht Dr. Kollmann der Geschäftsführerin der Schelling-Gesellschaft, Frau Koch-Konz, seine große Anerkennung und seinen Dank aus. Insgesamt ist der Eindruck der Tagung im Publikum zwiespältig, da in den von der Schelling-Gesellschaft initiierten Vorträgen eine Verbindung zu Christian Wagner kaum erkennbar geworden sei. Hingegen fanden die Vorträge Prof. Dückers, Prof. Gottwalds (Vorsitzender der Schweisfurt-Stiftung, München), Ulrich Weisers und vor allem der Vortrag von Frau Prof. Dr.Wanning besondere Anerkennung. Auch die Podiumsdiskussion hat neue Ideen erbracht. Eine Dokumentation der Tagung ist für das nächste Jahr vorgesehen. Prof. Dücker fügt hinzu, dass er in einem Gespräch mit Frau Prof. Hühn (Vorsitzende der Schelling-Gesellschaft) auf die Diskrepanz zwischen der Erwartung der literarisch interessierten Zuhörer und der sprachlichen Form der philosophischen Vorträge hingewiesen habe. Sie versicherte, für eine möglicherweise weitere gemeinsame Veranstaltung diesen Hinweis zu berücksichtigen.
e) Warmbronner Schriften ( WS ) und andere Veröffentlichungen
In den Jahren 2010 und 2011 sind außergewöhnlich viele Veröffentlichungen herausgebracht worden: Das sind der Tagungsband „Lernorte“, zwei Gedichtbände, eine Doppel-CD, die WS 21, 22 und 24. Die WS 23 ist noch in Arbeit und wird am 4. 2. 2012 vorgestellt. Einen besonderen Dank für die intensive Arbeit an dieser Reihe anspruchsvoller Schriften spricht Dr. Kollmann den Herren Hepfer und Dücker aus. Er erinnert daran, dass das außergewöhnliche Design dieser Bücher mit einem internationalen und zwei deutschen Designpreisen ausgezeichnet worden ist.
f) Christian-Wagner-Radweg
Herr Hepfer berichtet, dass der Radweg fertig gestellt ist und präsentiert die Radkarte und das dazu gehörende Gedichtbüchlein. Man kann an verschiedenen Orten die Rundfahrt beginnen, unterwegs gibt es Einkehrmöglichkeiten, die Stationen sind mit dem Auto erreichbar. Die offizielle Einweihung ist für Ende April/Anfang Mai 2012 geplant.
g) Kassenbericht und Ergebnis der Kassenprüfung
Rudolf Schmid leitet seine Schilderung der Vermögensentwicklung mit den Worten ein, dass Preziosen – gemeint sind die Veröffentlichungen – ihren Preis haben und erklärt damit den aktuellen Kassenstand. Gespräche über mögliche Zuschüsse zu unterschiedlichen Vorhaben werden mit der ALIM, der Wüstenrot Stiftung und der Stadt Leonberg geführt. Ausdrücklich mahnt er besondere Anstrengungen an, um den Vertrieb des bereits vorfinanzierten Bücherbestandes zu verbessern. Der Kassenprüfer stellt die ordnungsgemäße Kassenführung fest.
4. Aussprache über den Bericht und Entlastung des Vorstandes
a) Nach einigen zustimmenden Äußerungen beantragt Herr J. Schenk die Entlastung des Vorstandes, die bei Enthaltung der Betroffenen einstimmig angenommen wird.
b) Wahl der Kassenprüfer
Herr Dr. Krämer wird wieder gewählt. Ob Herr Prof. Kurz das Amt wieder ausführen wird, hängt von seinem Gesundheitszustand ab.
6. Satzungsänderung (Vorgaben des Finanzamtes / Dieser TOP wird aus organisatorischen Gründen vorgezogen)
Bei der Diskussion der vom Finanzamt für 2012 vorgegebenen Satzungsänderungen in der Vorstandssitzung am 26.10.2011 ist beschlossen worden, diese Gelegenheit für zusätzliche Änderungen zu nutzen. Nachdem der Entwurf dieser Neufassung dem Finanzamt vorgelegt und dort akzeptiert worden ist, werden die Änderungsvorschläge in der JM-Versammlung diskutiert. Die Aufnahme des Passus » ...und die Durchführung von Kulturveranstaltungen...«, der inhaltlicher Art ist und nicht zu den Vorgaben des Finanzamtes gehört, begründet Dr. Kollmann damit, dass die Gesellschaft sich als Kulturverein versteht, der neben literarischen Veranstaltungen auch Konzerte und Ausstellungen organisiert. Nach einer Diskussion ergibt sich folgendes Abstimmungsergebnis: Für die Aufnahme des Passus in die Satzung 15 Stimmen, eine Gegenstimme.
Obwohl in der Vergangenheit bereits Ehrenmitgliedschaften an Albrecht Goes und Agathe Kunze verliehen worden sind, gibt es auch zu diesem Punkt eine Satzungsänderung, die kurz diskutiert und dann einstimmig genehmigt wird.
Die Neufassung der Satzung mit sämtlichen Änderungen wird angenommen mit 15 Stimmen bei einer Gegenstimme.
Um die aufgeworfenen Fragen zu klären, schlägt Prof. Kuhn vor, eine Kommission /Arbeitsgruppe zur Vorbereitung einer grundsätzlichen Revision der Satzung der CWG einzurichten. Diese müsste dann im Vorstand diskutiert, verabschiedet und den Mitgliedern rechtzeitig vor der Abstimmung vorgestellt werden. Der Antrag wird mit 14 Stimmen angenommen bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme.
5. Neuwahl des Vorstandes
Mit dem Hinweis auf 36 Jahre Tätigkeit als 1.Vorsitzender der CWG teilt Herr Dr. Kollmann mit, dass er sein Amt zur Verfügung stellen möchte und schlägt apl. Prof. Dücker (Universität Heidelberg) als Nachfolger vor, der bisher als 2. Vorsitzender in der Gesellschaft tätig gewesen ist und dank seines universitären Umfeldes neue Impulse gesetzt hat. Seine Nachfolge in der CWG könnte Frau Zeidler übernehmen. Sie ist mit dem Kulturleben in Leonberg vertraut, denn sie wohnt in Leonberg, ist bereits im Galerieverein im Vorstand tätig und außerdem Mitglied im Vorstand des Stadtverbandes für Kultur. Dr. Kollmann sichert ihr seine Unterstützung zu, da er weiterhin als Beisitzer im Vorstand verbleiben möchte.
Rudolf Schmid erklärt, dass er aus familiären Gründen für das Amt des Schatzmeisters nur noch für ein weiteres Jahr zur Verfügung stehe. Die Übergangszeit sollte für die Suche eines Nachfolgers genutzt werden. Harald Hepfer beabsichtigt, nach über 30 Jahren seine Arbeit als Herausgeber abzugeben. Er ist bereit, im kommenden Jahr die laufenden Arbeiten zum Abschluss zu bringen und sie dann in die Hände von Prof. Kuhn zu übergeben, der ebenfalls schriftstellerisch tätig ist. Die Arbeit im Archiv und die Verbindung zu den Schulen kann nach einer Übergangsphase von Frau Deuse übernommen werden. Die Organisation der Konzerte bleibt weiterhin bei Frau A. Kollmann.
Prof. Dücker verspricht, im Falle seiner Wahl die Arbeit in der CWG in den gewohnten Bahnen weiterzuführen mit Konzerten, Ausstellungen und den Veranstaltungsformaten, die sich bewährt haben. Dank der guten Vorarbeit liegt das Veranstaltungsprogramm für das nächste Jahr bereits fest. Geplant ist u.a. die Beteiligung der Gesellschaft am Literatursommer und anlässlich des 40. Jubiläums ist eine Rundfunksendung mit dem SWR angedacht. Fragen zur Einbeziehung von Studierenden für mögliche Qualifikationsarbeiten werden geprüft. Zu den wichtigen Vorhaben zählt die Aktivierung des Vertriebes.
Frau Karin Zeidler, Betriebswirtin mit zusätzlichem Fernstudium in Literatur und Geschichte an der Universität Hagen, bewirbt sich um den 2. Vorsitz. Seit Jahren unterstützt sie Herrn Dr. Kollmann im Verwaltungsbereich der Gesellschaft. Sie ist bereit, in den kommenden Jahren die Leitung des verwaltungstechnischen Bereiches der CWG zu übernehmen.
Zum Wahlleiter wird Herr J. Schenk bestimmt.
Die Frage nach Gegenkandidaten wird mit NEIN beantwortet.
Die Frage nach offener oder geheimer Wahl führt einstimmig bei Enthaltung der Betroffenen zum Votum für die offene Wahl.
Die Wahl des 1. Vorsitzenden erfolgt mit Einstimmigkeit bei Enthaltung des Betroffenen: JA 15 - Enth. 1
Die Wahl der 2. Vorsitzenden erfolgt mit Einstimmigkeit bei Enthaltung der Betroffenen: JA 15 – Enth. 1
Die Frage, ob sie die Wahl annehmen, beantworten beide Kandidaten mit JA.
Die Wahl des Schatzmeisters und der Beisitzer:
Die Frage des Wahlleiters nach Gegenkandidaten wird mit NEIN beantwortet.
Die Frage nach offener oder geheimer Wahl führt einstimmig bei Enthaltung der Betroffenen zum Votum für die offene Wahl.
Einstimmig gewählt werden die Beisitzer Prof. A. Kuhn, Dr. F. Muhle, H. Hepfer, Dr. K. Kollmann, I. Deuse und Schatzmeister R. Schmid bei Enthaltung der Betroffenen.
7. Zukünftige Aktivitäten
a) Prof. Dücker stellt das Jahresprogramm für 2012 vor.
b) Verleihung des Christian-Wagner-Preises
Auch in diesem Bereich stehen Veränderungen bevor. Dr. Kollmann gab bekannt, dass sich der bisherige Organisator für die Jury, der Warmbronner Verleger Ulrich Keicher, aus familiären Gründen leider aus seinen Aktivitäten zurückziehen will. Als Nachfolger käme nach Meinung Harald Hepfers für den Preis 2012 nur ein in literarischen Kreisen besonders bewanderter Kandidat in Frage und so schlägt er Dr. Kollmann vor. Laut Satzung muss ein Jury-Mitglied nach dreimaliger Teilnahme ersetzt werden. Dies trifft in diesem Jahr auf Dr. Höllerer zu, für den noch kein Nachfolger bestimmt worden ist. Der Termin für die Preisverleihung steht bereits fest.
c) Warmbronner Schrift 23 (Wagners Häuserbuch)
Die Schrift soll zum 40. Jubiläum vorgestellt werden.
d) Renovierung des Museums
Die Neugestaltung der Ausstellung im ersten Stock ist für den 180. Geburtstag Christian Wagners im Jahre 2015 geplant. Dazu fanden bereits vorbereitende Gespräche statt mit Dr. Schmidt (ALIM) in Marbach und dem Kulturamt der Stadt Leonberg.
8. Verschiedenes
Weil einige Bücher vergriffen sind, stellt Harald Hepfer die Frage nach einer Neuauflage der Bücher Neuer Glaube, der WS 3 Aus meinem Leben und des Marbacher Magazins 28. Die Entscheidung wird vertagt.
Die Frage, ob Bücher auch digital auf CD herausgegeben werden können, beantwortet Harald Hepfer positiv mit dem Hinweis auf die Weiser-Biografie, die auf CD vorliegt.
Weiterhin wird die Digitalisierung der Gedichte zum CW Pfad vorgeschlagen, eingespielt von professionellen Sprechern.
Schluss der Veranstaltung um 22.30 Uhr
Protokoll: Inge Deuse
Backnang, den 13.12.2011
Gez.: apl. Prof. Dr. Burckhard Dücker, 1. Vorsitzender
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